News Magazin



Stellungnahme SGSH Dragons
21.11.2018 • Liebe Handballfreunde,

es ist normalerweise nicht unsere Art, Entscheidungen öffentlich im Nachgang zu begründen oder öffentliche Äußerungen Dritter zu kommentieren. Die öffentliche Berichterstattung zu der Beendigung der Spielgemeinschaft SGSH juniors in der Lokalzeitung vom 17.11.2018 und die über dieses Medium kommunizierten Stellungnahmen des TuS Linscheid-Heedfeld bedürfen aber aufgrund der hervorgerufenen Reaktionen einer Richtigstellung. Die sind wir Freunden, Sponsoren, unseren Kooperationsvereinen und vor allem unseren Mitgliedern gegenüber schuldig.

Die Zusammenarbeit zweier Vereine im Jugendbereich eines Sportvereins bedarf einer gemeinsamen Idee und eines einheitlichen Konzepts. Dass „(…) die Grundlage für eine weitere Zusammenarbeit zwischen den Vereinen kleiner wird. (…)“, räumt der TuS Linscheid-Heedfeld selbst ein. Wenn der TuS Linscheid-Heedfeld allerdings ausführt, dass der Weg der SGSH Dragons in einer „leistungsorientierten Philosophie“ liege und Werte wie „bodenständige Strukturen“ oder ein „Miteinander“ dabei eine „eher untergeordnete Rolle“ spielen würden, entspricht dies schlicht und einfach nicht den Tatsachen. Es stellt einen Schlag ins Gesicht für die vielen ehrenamtlich Tätigen in Vorstand, Geschäftsführung und im Gesamtverein dar.

Die SGSH Dragons verfügen nach wie vor über die mit Abstand größte Breitensportabteilung im Handball im Senioren-, Damen- und Jugendbereich in der Umgebung. Die SGSH Dragons sind in sämtlichen Schulen und Kitas in Schalksmühle und Halver aktiv, bieten Jugend-Camps und Fördertrainings an und engagierten sich hier mit großem Enthusiasmus. Dies hat in unseren Augen mit Leistungssport oder „unternehmerischen Denken“ erst mal überhaupt nichts zu tun hat, sondern kommt ausschließlich Kindern, Jugendlichen und dem Breitensport zu Gute. Allerdings erfordern diese Tätigkeiten ein Engagement, das über die Tätigkeit eines Ehrenamtes hinausgeht. U.a. deshalb wurde dafür mit Mark Dragunski ein Gesicht nach Schalksmühle und Halver geholt, das national wie international bekannt ist und dem Jugendförderung ein wichtiges Anliegen ist – sowohl im Leistungs-, aber vor allem auch im Breitensportbereich bei den ganz kleinen Kindern. Unser Handball-Nachwuchs bedarf nach unserer Auffassung schon von klein auf gut ausgebildete und pädagogisch geschulte Trainer. Dies erfordert natürlich auch einen finanziellen Aufwand und ein Konzept, welches von unseren Sponsoren und Förderern mit großem Enthusiasmus getragen wird. Hier gab und gibt es offensichtlich unterschiedliche Auffassungen mit dem TuS Linscheid-Heedfeld, was auch vollkommen legitim ist. Dieser notwendige gemeinsame Nenner war augenscheinlich beidseitig nicht mehr vorhanden, so dass eine Beendigung der Zusammenarbeit unausweichlich war. Wir möchten an unserem Konzept weiter effektiv arbeiten und Entscheidungswege verkürzen.

Die Verantwortlichen der SGSH Dragons üben in Vorstand und Geschäftsführung ihre Tätigkeiten wie viele andere im Verein auch ehrenamtlich und dies zum Teil seit mehreren Jahren aus. Das persönliche Miteinander, demokratische Entscheidungen, Identifikation, Bodenständigkeit sind grundlegende Werte, für die wir stehen, für die wir uns einsetzen und die wir von unseren Sportlern erwarten. Wir dürften sicherlich einer der wenigen Vereine in der 3. Handball-Bundesliga sein, bei dem Vorstand und Geschäftsführung Entscheidungen von dem Kita-Sport über die Kreisliga bis zur 3. Handball-Bundesliga gemeinsam treffen und verantworten. Wir werden niemals Entscheidungen zugunsten von „Leistungssport“ treffen und dabei unsere Basis vergessen. Denn ohne dieses Basis ist ein Vereinslebens auch im Leistungssportbereich bei den SGSH Dragons schlicht und einfach nicht vorstellbar und möglich.

Eines der sportlichen Ziele ist es natürlich auch, talentierte Spieler aus der Region in die 1. Mannschaft und damit in die 3. Handball-Bundesliga zu integrieren. Das Wissen um diese Chance ist für unsere Jugend wichtig und für die Identifikation unserer Region mit dem Handballsport. Im Übrigen hat man uns in der Vergangenheit auch häufig vorgeworfen, wir würden für die 1. Mannschaft nur Spieler von außen „kaufen“. Um der Jugend diese Chance zu eröffnen, müssen unseres Erachtens schon frühzeitig im Jugendbereich die Weichen gestellt werden. Dies wird bei den SGSH Dragons allerdings nie zu Lasten des Breitensports oder eines gemeinsamen Miteinanders erfolgen. Alle Mannschaften im Verein der SGSH Dragons erfahren unsere größtmögliche Unterstützung. 120 ehrenamtliche Helfer aus dem Verein beim DHB-Pokal-Wochenende u.a. mit dem deutschen Meister SG Flensburg-Handewitt belegen dies eindrucksvoll. Die SGSH Dragons werden auch überregional als große Familie und als familiär geführter Verein wahrgenommen. Das macht uns stolz und bestätigt uns in unserer Arbeit.

Die aktuellen Erfolge unserer 1. Mannschaft in der 3. Handball-Bundesliga zeigen, dass der Weg zu jungen Spielern aus der Region richtig ist. Der Kader wurde diese Saison nochmals verjüngt, wobei natürlich klar ist, dass auch punktuelle externe Verstärkungen notwendig sind.

Wenn diese Ideen nicht den Vorstellungen eines Partners entsprechen, dann fehlt es an einer gemeinsamen Grundlage. Der TuS Linscheid-Heedfeld hat sich im Rahmen seines finanziellen Engagements auf fehlende wirtschaftliche Möglichkeiten berufen. Das ist vollkommen in Ordnung und legitim. Allerdings haben wir auch zur Kenntnis genommen, dass zuletzt der finanzielle Aufwand für die eigene Senioren-Mannschaft in der Kreisliga A erhöht wurde, indem u.a. auch auf externe Spieler gesetzt wird. Hier hätten wir eine größere Investition in die Jugendarbeit als sinnvoller erachtet, aber es ist eine Grundsatzentscheidung, die jeder Verein für sich selbst zu treffen hat. Die notwendigen finanziellen Zuschüsse des TuS Linscheid-Heedfeld in die Jugendspielgemeinschaft SGSH juniors sind seit der Saison 2008/2009 bis heute im Wesentlichen unverändert (!) geblieben und hätten unseres Erachtens spätestens nach dem Ausscheiden von 4 Trägervereinen einer Anpassung bedurft. Die SGSH juniors sind heute sicherlich nicht mehr mit dem Stand vor 10 Jahren zu vergleichen.

Eine Spielgemeinschaft birgt letztlich auch haftungsrechtliche Risiken, die den Beteiligten spätestens seit einem von dem damaligen Vorsitzenden der SGSH juniors initiierten Seminar (13.02.2013) bekannt sein dürften. Dies war der Grund, weshalb damals ein eigenständiger Handball-Verein für die Senioren gegründet worden ist. Dieses Risiko besteht auch heute bei den SGSH juniors – egal ob mit 5 oder mit 2 Trägervereinen. Dieses Risiko halten wir für die Entscheidungsträger zu hoch.

Wir haben in den vergangenen zwei Wochen mehrfach um einen Gesprächstermin mit dem TuS Linscheid-Heedfeld gebeten, um den Wunsch der Beendigung der gemeinsamen Zusammenarbeit persönlich mitzuteilen und begründen zu können. Diesem Gesprächswunsch ist leider nicht entsprochen worden, da der Terminwunsch zu „kurzfristig“ sei und die Anwesenheit aller Vorstandsmitglieder des TuS Linscheid-Heedfeld erfordere. Umso überraschter sind wir natürlich, dass binnen weniger Stunden dann doch alle Verantwortlichen des TuS Linscheid-Heedfeld zusammen kommen können und sogar eine schriftliche Stellungnahme verfasst wird, die uns allerdings nicht vorliegt. Noch überraschter sind wir allerdings, dass uns ein durch die Mitteilung der Kündigung schlechter Stil vorgeworfen wird, auf der anderen Seite aber Unstimmigkeiten und Vorwürfe uns gegenüber über die lokale Presse kommuniziert werden. Hier hätten wir das persönliche Gespräch als sinnvoller erachtet. Der kommunizierte „Brass“ ist in unseren Augen der falsche Weg.

In Halver und Schalksmühle gibt es derzeit 3 Handballvereine. Auch wir waren und sind für eine Bündelung der Handball-Kräfte in Halver und Schalksmühle. Das kann aber in unseren Augen nur dann gelingen, wenn alle Kräfte ein gemeinsames Konzept erarbeiten. Das sicherlich vorhandene Problem begrenzter Ressourcen besteht aber schon jetzt und nicht erst mit der Beendigung der Kooperation zwischen den SGSH Dragons und dem TuS Linscheid-Heedfeld im Jugendbereich.

Vielleicht war es unser Fehler, diese Einzelheiten trotz Nachfragen der lokalen Zeitung dort nicht näher darzulegen. Allerdings waren wir der Auffassung, dass es besser ist, kein weiteres Öl ins Feuer zu gießen.

Zu guter Letzt möchten wir auch betonen, dass die Nutzung unseres Markennamens „SGSH Dragons“, der zukünftig auch den offiziellen Namen des Vereins tragen soll, von den Gremien der Verbände des Deutschen-Handball-Bundes (DHB) und Handballverband Westfalen (HVW) zuvor genehmigt wurde. Es gibt bundesweit zahlreiche Beispiele, die ausschließlich einen Markennamen nutzen, während der Stammverein anderweitig bezeichnet wird.

Wir wünschen uns nunmehr, dass wir eine gemeinsame und saubere Abwicklung mit dem TuS Linscheid-Heedfeld im Sinne aller jugendlichen Handballer vollziehen können.


Schalksmühle/Halver, den 21.11.2018

Gez.

Mark Wallmann Markus Lotz
Geschäftsführer SH-Handball-Spielbetriebs GmbH  Geschäftsführer SH-Handball-Spielbetriebs GmbH
   
Markus Knuth Dr. Pascal Thebrath
Vorsitzender SG Schalksmühle-Halver Handball e.V. Stellvertretender Vorsitzender SG Schalksmühle-Halver Handball e.V.
   
Kevin Ciszewicz Timo Blumberg
Leiter Marketing SG Schalksmühle-Halver Handball e.V. Leiter Sport SG Schalksmühle-Halver Handball e.V.
   
Jan Schriever Christian Forner
1. Leiter Jugend SG Schalksmühle-Halver Handball e.V. 2. Leiter Jugend SG Schalksmühle-Halver Handball e.V.


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Quelle: Artikel Pressestelle SG Schalksmühle-Halver
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Tabelle

PL VEREIN SP +/- PKT
2 VfL Eintracht Hagen 12 +47 17:7
3 TuS Spenge 12 +41 17:7
4 Longericher SC 11 +19 16:6
5 SGSH Dragons 12 +40 16:8
6 HSG Bergische Panther 12 +10 15:9
7 HSG Rhein Vikings 12 -2 13:11
8 OHV Aurich 11 -21 10:12